Ein paar Tipps und Tricks zum sicheren Angrillen - von der Wahl des Brennmittels bis zum Standort

Start in die Grillsaison

Wenn die Sonne scheint, wird gegrillt. FOTO: ROLF VENNENBERND/DPA

Mit den frühlingshaften Temperaturen wird sicher so mancher Grill aus dem Winterschlaf geholt. Für ein sicheres und gesundes Grillen sollten einige Ratschläge beherzigt werden. Einige Tipps:

Wo der Grill stehen sollte

Der Grill sollte auf festem und ebenem Untergrund stehen. In der Nähe sollten sich keine brennbaren Materialien befinden. Spielende Kinder müssen in jedem Fall vom Grill fern gehalten werden - Experten empfehlen einen Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern.

Holzkohle entzünden

Experten raten dringend von Brennspiritus oder gelartigen Grillpasten ab. Werden Spiritus und Benzin auf bereits entzündete Kohle gegossen, gibt es gefährliche Verpuffungen oder Stichflammen. Am sichersten sind feste Grillanzünder wie Würfel auf Petroleumbasis oder auch biologische Holzwolle.

Ausrüstung fürs Grillen

Schürze, Grillhandschuh und langes Grillbesteck schützen vor heißen Fettspritzern und Funken. Wer solch einen Aufzug albern findet, sollte sich die Statistiken ansehen. Jedes Jahr gibt es etwa 4000 bis 5000 Unfälle beim Grillen. Rund 500 davon enden mit schweren Verbrennungen, unter deren Folgen die Betroffenen zum Teil ihr Leben lang leiden.

Wann die Kohle gut ist

Die Kohle sollte gut durchgeglüht sein, bevor das Grillgut auf den Rost kommt. Die richtige Grilltemperatur ist erreicht, wenn sich auf der Kohle eine weiße Ascheschicht bildet - was etwas je nach Grill bis zu einer knappen Stunde dauern kann. Lieber bei niedrigen Temperaturen länger grillen. Verkohltes Fleisch schmeckt nicht nur schlecht, es ist auch ungesund.

Wozu Grillschalen?

Sie sind sicherer, weil sich vom Grillrost herabtropfendes Fett entzünden kann. Sie dienen aber auch der Gesundheit, denn bei der Verbrennung von tierischem Fett, Fleischsaft oder Marinade werden zum Beispiel polyzyklische Kohlenwasserstoffe aromatische gebildet, die als krebserregend gelten. Mit dem aufsteigenden Rauch können die Schadstoffe auf das Fleisch gelangen. Das Garen in Grillschale oder Alufolie reduziert die Schadstoffbelastung.

Alugrillschalen bedenklich?

Aluminiumverbindungen können durchaus ins Grillgut gelangen, andererseits schützen die Grillschalen vor Schadstoffen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält daher den gelegentlichen Gebrauch von Aluschalen beim Grillen für ,,vertretbar". Gesalzen und gewürzt werden sollte allerdings erst ganz am Ende. Auch sollte Alufolie nicht für das Einwickeln von sauren oder salzigen Lebensmitteln wie aufgeschnittene Tomaten, mariniertes Fleisch oder Käse verwendet werden.

Das Risiko ist nicht zu unterschätzen: Aluminium steht wegen Wirkungen auf das Nervensystem und auf die Fruchtbarkeit in der Diskussion. Eine Alternative sind Grillschalen aus Edelstahl oder Keramik.

Innenräume sind tabu

Beim Verbrennen von Holzkohle bildet sich neben Brandgasen auch Kohlenmonoxid. Die Gase können nicht abziehen, konzentrieren sich immer stärker in der Raumluft und werden von den Betroffenen unbemerkt eingeatmet. Das geschmacks- und geruchlose Kohlenmonoxid kann im schlimmsten Fall zum Tod führen - immer wieder gibt es solche Fälle. Vergiftungsgefahr besteht übrigens auch bei geöffnetem Garagentor. afp

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